Hallo Nicki,
also wir haben da ganz andere Erfahrungen gemacht:
Als wir nach Wiesenburg gezogen sind, mussten wir für ein halbes Jahr übergangsweise im Plattenbau wohnen: 3. Stock, vielbefahrene Hauptstraße ganz in der Nähe. Da hatten wir uns schon Sorgen gemacht, wie wir unsere beiden "Mehr Garten als Stuben-" Tiger drinnen halten könnten. Immerhin ist unsere Lilly einmal, als sie wegen einer handtellergroßen Wunde asn der Flanke einen Tag drinnen bleiben sollte, aus einem Fenster im ersten Stock rausgesprungen, so groß war ihr Freiheitsdrang.
Aber welch Wunder - nach all dem Umzugsstress waren unsere Katzen wohl nur noch froh, wieder bei uns zu sein. Sie haben kein einziges Mal versucht, zu entwischen. Sie saßen nur den halben Tag an irgendeinem (natürlich geschlossenen) Fenster und schauten nach draußen. Ob sie da gemerkt haben, dass es viel zu tief hinunter ging, um ans Ausreißen zu denken?
Als wir dann ins Pfarrhaus gezogen sind, standen beide Miezen sofort an der Tür und wolten raus. Da war es wirklich schwer (und ist uns auch nicht ganz gelungen), sie eine Woche lang drin zu halten.
Es scheint also auch auf die Katze anzukommen. Unsere beiden sind ziemlich verschmust und hängen auf jeden Fall mehr an uns als an der Wohnung.
Wenn ihr euch Katzen anschafft, solltet ihr es vielleicht besser im Winter tun, damit sie das Haus-Leben als erstes und damit als den Normalfall erleben. Wenn sie sich an euch als Bezugspersonen gewöhnt haben, werden sie kaum einfach weglaufen.
Könnt ihr sie, wenn ihr im "Winterquartier" wohnt, nicht auch rauslassen? Ein Ehepaar im Plattenbau hatte auch zwei Katzen, die sind jeden Tag einmal mit ihren Besitzern raus in den Garten gegangen und dann problemlos wieder mit ihnen in die Wohnung zurück. Auch an so etwas kann man Katzen also gewöhnen.